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Symbolbild für die stille Kraft des Nahinfrarotlichts: eine Frau sitzt am Ufer und sieht den Sonnenuntergang an.

Unsichtbar, aber unersetzlich: Die stille Kraft des Nahinfrarotlichts

Der Sommer ist da – und mit ihm die ersten Hitzewellen. Während es in vielen Altbauwohnungen (und unsanierten Klassenzimmern) unerträglich heiß wurde, blieb es in modernen Büros und Neubauten oft überraschend kühl. Der Unterschied liegt nicht nur an der Dämmung oder am Ventilator, sondern häufig am Fenster. Denn moderne Verglasung hält mehr zurück, als man denkt – und manchmal auch mehr, als gut für uns ist.

Der direkte Spektralvergleich zeigt, wieviel Rot und Infrarot das Fensterglas ausfiltert.

Technische Meisterleistung mit Nebenwirkungen

Wärmeschutzfenster

Moderne Wärmeschutzfenster bestehen meist aus zwei oder drei Glasscheiben, zwischen denen ein Edelgas wie Argon eingeschlossen ist. Auf der Innenseite mindestens einer Scheibe befindet sich zudem eine hauchdünne Metallschicht. Sie ist nahezu unsichtbar, reflektiert aber gezielt bestimmte Wellenlängen, die für die Wärmeübertragung verantwortlich sind – darunter auch den nahen Infrarotbereich.

So gelangt weniger Hitze ins Gebäude, was im Sommer vor Überhitzung schützt und im Winter die Wärme im Raum hält. Für das Raumklima ist das ein großer Vorteil – für unseren Körper jedoch bedeutet es auch, dass ein Teil des natürlichen Lichtspektrums draußen bleibt. Besonders relevant ist dabei das Nahinfrarotlicht, das zwar außerhalb des sichtbaren Spektrums liegt, aber nachweislich eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielt.

Unsichtbar, aber spürbar

Infrarotlicht erklärt

Infrarotlicht ist ein Teil des natürlichen Lichtspektrums – genauer gesagt: der Bereich direkt jenseits des sichtbaren roten Lichts. Unsere Augen können es nicht sehen, aber wir spüren es als Wärme. Die Sonne sendet große Mengen Infrarotstrahlung aus; sie macht über die Hälfte der natürlichen Sonnenenergie aus.

Das Infrarotspektrum beginnt physikalisch gesehen bei Wellenlängen von etwa 780 Nanometern und reicht bis 1 mm. Für den menschlichen Körper – besonders für die Augen – ist vor allem das sogenannte Nahinfrarot (NIR) bis ca. 1400 nm von Bedeutung.

Aufgrund der vergleichbaren biologischen Wirkung wird gerade in der medizinischen Betrachtung oft auch noch ein Rotanteil im sichtbaren Bereich mit in die Definition einbezogen. In der Forschung ist daher mit Nahinfrarotlicht oft der Bereich zwischen 670 nm und 1400 nm gemeint. Diese Strahlung kann bis in tiefere Gewebeschichten vordringen und dabei biologische Prozesse beeinflussen, etwa den Energiestoffwechsel in Zellen.

Längere Infrarotwellen, also Mittel- und Ferninfrarot, werden bereits an der Oberfläche des Auges – vor allem in der Hornhaut – weitgehend absorbiert. Sie erzeugen dort Wärme, erreichen aber die Netzhaut nicht. Für die Funktion und Gesunderhaltung des Auges spielt vor allem das Nahinfrarot eine Rolle.

Über 50% der Sonnenstrahlung besteht aus Anteilen im Infrarotspektrum.
In den letzten Jahren wurden viele spannende Studien zu Nahinfrarot veröffentlicht.

Energie für empfindliche Zellen

Augen und Nahinfrarot

Die Zellen in unserer Netzhaut gehören zu den stoffwechselaktivsten im ganzen Körper. Sie sind ständig Lichtreizen ausgesetzt und brauchen viel Energie, um ihre Funktion aufrechtzuerhalten. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Nahinfrarotlicht diesen Zellen helfen kann, effizienter zu arbeiten – indem es den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien unterstützt. Besonders im Alter, wenn die Energieproduktion in den Augen nachlässt, könnte NIR einen positiven Effekt haben. Auch erste Studien zur altersbedingten Makuladegeneration liefern Hinweise, dass regelmäßige Exposition mit sanftem Nahinfrarotlicht regenerative Prozesse fördern kann. Obwohl die Forschung noch jung ist, zeigt sich: Die richtige Lichtumgebung spielt eine größere Rolle für die Augengesundheit, als lange angenommen wurde.

Evidence has suggested that NIR light may restore biological function of damaged mitochondria, upregulate cytoprotective factors and inhibit apoptosis.

Nahinfrarot bei Augenerkrankungen

Diese Übersichtsarbeit fasst Studien zusammen, in denen Nahinfrarotlicht (NIR) bei Patienten mit verschiedenen Augenerkrankungen eingesetzt wurde. Dabei zeigt sich, dass NIR Netzhautzellen schützt und degenerative Prozesse verlangsamen kann. Die Autoren sehen daher NIR als vielversprechende Option für (unterstützende) Therapien.

Infrarotlicht für die Mitochondrien (Zellenergie)

Eine in vitro-Studie (Laborstudie an Zellkulturen) an retinalen Pigmentepithel-Zellen (RPE) zeigte: Nach 30-minütiger Bestrahlung mit Nahinfrarot erhöht sich das mitochondriale Membranpotenzial signifikant – ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Zellkraftwerke aktiver und leistungsfähiger werden. Zudem konnten die Zellen besser schädlichen, kurzwelligen Laserpulsen widerstehen. 

Nahinfrarot verbessert Sehschärfe

In dieser Studie wurde gesunde Erwachsenen Nahinfrarotlicht (850 nm) ausgesetzt. Bei allen Gruppen verbesserte sich die Sehschärfe messbar, selbst wenn die Augen nicht direkt bestrahlt wurden. Die Autoren führen dies auf systemische Effekte zurück, die durch das tiefe Eindringen von NIR in das Gewebe ausgelöst werden. 

Wenn das Spektrum beschnitten ist

Lichtmangel trotz Helligkeit

Wir verbringen den Großteil des Tages in künstlich beleuchteten Räumen – in Büros, Schulen, Praxen oder vor dem Bildschirm. Zwar ist es dort hell genug zum Arbeiten, aber das Licht hat eine völlig andere Zusammensetzung als natürliches Sonnenlicht. Vor allem der Anteil an langwelligem, tiefrotem Licht und Nahinfrarot fehlt nahezu vollständig.

Energiesparlampen und LEDs erzeugen Licht vor allem im kurzwelligen Bereich – sie sparen Strom, lassen aber den gesundheitsfördernden Teil des Spektrums außen vor. Auch moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung blockieren Infrarotlicht fast vollständig.

So entsteht ein Lichtmangel, den man nicht sieht – der aber Zellen, Augen und innere Rhythmen aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Auch ein helles Büro mit "viel Tageslicht" kann eine Lichtmangel-Umgebung sein.

7 Tipps für eine ausgewogene Lichtversorgung

So holen Sie sich mehr gesundes Licht in den Alltag:

  1. Tageslicht nutzen:
    Gehen Sie täglich mindestens 30 Minuten ins Freie – idealerweise morgens oder am späten Nachmittag.

  2. Fenster bewusst öffnen:
    Moderne Wärmeschutzverglasung blockiert Infrarot – ein geöffnetes Fenster lässt mehr natürliches Licht durch.

  3. Künstliche Lichtinseln schaffen:
    Verwenden Sie abends eine kleine Glühlampe oder Halogenleuchte – sie spenden langwelliges, entspannendes Licht.

  4. Pausen draußen machen:
    Mittagspause an der frischen Luft ist doppelt wertvoll – für Bewegung und für gesundes Licht.

  5. Licht nicht nur nach Helligkeit auswählen:
    Achten Sie auf die Lichtqualität – Neben Flimmerfreiheit sollten alle Leuchtmittel auch ein möglichst ausgewogenes Spektrum bieten. Da die wenigsten Anbieter Spektralkurven teilen, ist ein möglichst hoher CRI (Farbwiedergabewert) und ein hoher R9 Wert (Rotwiedergabe) ein guter Marker für augengesundes Licht. Wir empfehlen z.B. diese LED.

  6. Brillen mit Bedacht wählen:
    Nutzen Sie Gläser, die schädliche Anteile filtern, aber das natürliche Lichtspektrum möglichst vollständig durchlassen – inklusive Nahinfrarot! Selbstverständlich gilt dieser Qualitätsmaßstab für alle PRiSMA-Brillen.

  7. Den Blick öfter heben:
    Wer lange am Bildschirm sitzt, sollte regelmäßig in die Ferne blicken – am besten ins natürliche Licht.

Eine Frau blickt durch eine BluCynk-Brille in den Himmel. Sie sieht zufrieden und energetisiert aus.
Egal ob Blaulichtschutz, Farbfilter oder Funktionsbrille - alle PRiSMA Gläser sind für maximale NIR-Transmission optimiert

Unser Beitrag

Licht verstehen – Gesundheit mitdenken

Bei Innovative Eyewear entwickeln wir Funktionsbrillen, die passgenau auf moderne Anforderungen zugeschnitten sind.  Für die Arbeit am Bildschirm steht Schutz vor schädlichem Blaulicht im Mittelpunkt, und bei der Farblichttherapie streben wir die höchstmögliche Farbsättigung an.

Was uns dabei leitet, ist ein grundlegendes Verständnis des Zusammenspiels von Licht und Gesundheit. Deshalb achten wir nicht nur darauf, was gefiltert wird – sondern auch darauf, was durchgelassen werden soll.

Alle unsere PRiSMA-Brillen sind so konzipiert, dass sie gesundheitlich relevantes Nahinfrarotlicht nahezu ungehindert passieren lassen. Für uns gehört das ganz selbstverständlich dazu: Wer mit Licht arbeitet, trägt Verantwortung – für Klarheit, Schutz und Aufklärung.

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